Freitag, 22. Februar 2013

Skiurlaub in Flachau

Anfang Januar waren wir in Flachau im Salzburger Land zum Skiurlaub.
Leider war das Wetter nicht so berauschend, im Tal meistens Regen oder Schneeregen, in den Bergen dicke Wolken und Schnee. Aber wir haben das beste draus gemacht und es war eine richtig nette Truppe mit denen wir unterwegs waren.
14 Leute waren wir insgesamt, zusätzlich nur ein Kleinstkind und zwei Hunde.
Wir hatten ein tolles Ferienhaus, ganz für uns allein, sehr idyllisch und entfernt von der Zivilisation gelegen. Im Keller des Hauses gab es eine Sauna, die natürlich jeden Tag ausführlich genutzt wurde. Hinterm Haus floss ein eiskalter Bach, der sich herrlich zum abkühlen nach der Sauna eignete.

Wir haben insgesamt schöne Tage in Flachau verbracht. Wir haben einen Tag Langlauf gemacht, sind 4 Tage Ski bzw. Snowboard gefahren und haben einen Tag eine Schneeschuhwanderung gemacht.

Gute Laune trotz des trüben Wetters

Das macht Spaß durch die schöne einsame Natur zu fahren.

Sieh da...ein Spaßvogel ;-)
Von den Tagen auf der Piste gibt es nur wenig Fotos. Es sieht ja doch zum großen Teil immer alles gleich aus ...
Alle Mann im Lift: bitte recht freundlich!!

Oben an der Bergstation. Da kommt sogar ein wenig die Sonne raus.
Am letzten Urlaubstag haben wir uns dafür entschieden eine Schneeschuhwanderung zu machen. Ach das war herrlich. Wir sind direkt an dem Ferienhaus los gelaufen Richtung Südwienerhütte. Es hat arg gewindet und ab und an auch geschneit an dem Tag. Auf einer Postkarte in dem Ferienhaus hatten wir gelesen, dass die Südwienerhütte auch Winterbetrieb hat. Also sind wir los, auch in der Hoffnung, da oben ein warmes Plätzchen zum einkehren zu finden.

Ja da lache ich noch. Nein quatsch, es hat wirklich Spaß gemacht.


Georg ist meistens voran gegangen und hat gespurt, da war es für mich nicht mehr ganz so anstrengend.

An tief verschneiten und verlassenen Hütten sind wir vorbei gekommen.

Da hinten taucht die Südwienerhütte endlich auf und es schaut wirklich so aus, als wäre drumherum der Schnee geräumt.

Nur noch ein paar Schritte...

Ein tief eingeschneiter Wegweiser für Sommerwanderwege.


Nach 3 Stunden bergauf und ca. 900hm erreichen wir die Südwienerhütte, welche tatsächlich offen hat. Eine leckere Kaspressknödelsuppe gibt uns wieder Kraft für den Rückweg.
Nach dem sehr zugigen Stück über eine Hochebene gönnen wir uns nochmal einen heißen Tee.

Hier und da kürzen wir den Rückweg etwas ab, wenns da auch arg steil hinab geht.
Nach einer 5stündigen Tour kommen wir wieder am Ferienhaus an, wo wir schon winkend empfangen werden. Dann gehts natürlich erstmal in die Sauna.

Es war ein richtig schöner und erholsamer Urlaub!

Mittwoch, 19. Dezember 2012

in 4,5 Tagen an die Ostsee...per Fahrrad

Radeln bis an die Ostsee und wieder zurück
Diesen Sommer wollten wir ohne große Planung direkt unseren Urlaub an der Haustür starten. Also haben wir die Radtaschen voll gepackt, Zelt und Schlafsäcke in die Rolle gestopft und dann ging es schon los.
Direkt in Dresden sind wir gestartet, quer durch die Dresdner Heide immer Richtung Oder-Neiße-Radweg.
Nach den ersten 121km finden wir ein lauschiges Plätzchen an einem wunderbaren See, wo wir in Ruhe das Zelt aufschlagen können. Aber zuerst ist natürlich schwimmen angesagt! Allerhand Mücken sahen uns gleich als gefundenes Fressen, also müssen wir uns mit dem Zeltaufbau beeilen.

Herrliches Radl-Wetter

Unser 1. Zeltplatz

Reicht für den 1. Tag
Am nächsten Tag stoßen wir dann zeitnah in Forst auf den Oder-Neiße-Radweg. Von nun an wird alles besser, bin ich felsenfest überzeugt. Zumindest ist die Gegend von nun an sehr flach, aber Gegenwind darf man auch nicht unterschätzen.

Grenzpunkt am Oder-Neiße-Radweg

Kann auch ganz schön öde sein...

Die Oder-Neiße-Mündung in Ratzdorf

Zeltplatz an einem Feld hinter Frankfurt Oder

Es geht immer noch etwas mehr.
Nachdem ich am Vorabend nackt durch den Regen getanzt bin, um das klebrige Gefühl von einem langen Radfahrtag etwas los zu werden, starten wir heute wieder bei schönstem Sonnenschein. Der Hintern tut inzwischen ordentlich weh, aber ein echter Dresdner kennt ja bekanntlich keinen Schmerz! Heute knacken wir die 130 km nicht, das ist uns also auch kein Foto wert. Wir mussten heut ganz schön lange nach einem geeignetem Zeltplatz suchen. Es ist zwar überall Wasser, aber man kommt nicht so richtig ran und mir ist arg nach waschen.

Rastplatz an der Oder

Unser Zeltplatz hinter Schwedt

Die Räder wieder bepacken.
Heute möchten wir also die Küste erreichen, damit wir gleich morgen auf die Fähre nach Usedom können. Na mal sehen, wie weit uns die Räder tragen. Wir kommen an der 1000jährigen Eiche vorbei. Immerhin eine kurze Pause gönnen wir uns. Gegen späten Nachmittag erreichen wir schon Ückermünde und ich bin schon fast dabei mich auf einen zeitigen Feierabend zu freuen. Wir radeln weiter Richtung Anklam und müssen feststellen, dass sich die Suche nach einem geeignetem Zeltplatz nun doch schwieriger gestaltet. Es ist alles sehr besiedelt oder beackert oder es ist ein Hochstand gleich daneben. Also fahren wir weiter und weiter und weiter. Irgendwann sind wir gerade aus einem Ort raus, da finden wir ein klein wenig trockenes Land direkt neben dem Deich. Hier bleiben wir, mag kommen was will. Unser längster Tag neigt sich schon dem Ende und wir sind arg erledigt. Baden kann man in dem Tümpel leider nicht. Also heißt es nur noch kochen und schlafen...


Die 1000jährige Eiche
Der Tag neigt sich dem Ende, als wir endlich einen "Zeltplatz" finden.

Vögel, so viele Vögel

Schade, dass man darin nicht baden konnte. Aber das Wasser war echt bäääh.

Maximal-KM-Stand
Am nächsten Tag setzen wir mit der Fähre in Karnin über nach Usedom und radeln in aller Ruhe die letzten knapp 50km bis nach Ückeritz, wo wir einen Ruhetag einlegen werden.

Hinter dem Damm sind alle Bäume tot. Sieht sehr gespenstig aus.

Mit der Fähre nach Usedom
Leider war das Wetter an unserem Ruhetag nicht so schön.

Aber ich war trotzdem in der Ostsee baden.
Nach einem Ruhetag machen wir uns wieder auf den Weg, diesmal Richtung Heimat. Wir werden es wohl von der Zeit her nicht ganz bis Dresden schaffen, aber mal sehen, wie weit wir kommen. Wir radeln erstmal Richtung Feldberger Seenlandschaft. An einem ganz kleinen und sehr versteckt gelegenem See machen wir heute schon recht zeitig Rast und genießen ein Bad und einen schönen Sonnenuntergang.

Manchmal zeigt das Navi Wege wo gar keine sind. Aber dann machen wir uns eben einen Weg!
Ein wunderschöner Tag, ein wunderbarer Zeltplatz.
Auch am nächsten Morgen lacht uns die Sonne entgegen.
Heute fahren wir nur bis nach Lychen, wo wir noch eine Paddeltour einschieben möchten. In Lychen leihen wir uns ein Kanu und paddeln den Küstrinchenbach bis zum Fegefeuer (Biwakplatz) flussaufwärts. Danach darf man nicht mehr flussaufwärts paddeln, da der Wasserstand so niedrig ist und man dann durch wildes im Sand stochern die Bachbewohner ärgert.
Also umtragen oder besser schieben wir das Paddelboot inklusive Gepäck den ganzen Küstrinchenbach flussaufwärts. Oberhalb setzen wir wieder ein und drehen noch ein paar Runden auf den vielen Seen, die ja alle durch schmale Bäche miteinander verbunden sind. Anschließend paddeln wir den Küstrinchenbach wieder bis zum Fegefeuer hinunter, wo wir auch unser Nachtlager aufschlagen.

Gepäck im Kanu verstaut geht es los.

Wer sein Kanu liebt der zieht... ;-)

Biwakplatz Fegefeuer. Da brennt schon ein wärmendes und Mücken verjagendes Lagerfeuer als wir anlegen.

Was für eine Stimmung am nächsten Morgen.
Pünktlich 9Uhr geben wir das Kanu wieder beim Verleih ab. Auch wenn die Arme schmerzen, der Po tut es mehr und das Umsteigen auf das Fahrrad tut nur wenig gut. Es geht weiter Richtung Berlin. Kurz vor Berlin machen wir noch eine Nacht Halt an einem schönen See, leider schon nicht mehr so ruhig. Je näher wir Berlin kommen, ist jeder noch so kleine See mit einem Hotel, Zeltplatz oder privat bebaut. Aber wir finden ja immer was.

Leider ist die Sonne hinter den Bäumen.
Kaum in Berlin, gehts zu Konnopke ne Curry Wurst essen. Oh man, die schmeckt vielleicht gut. Wir radeln dann einmal quer durch Berlin und suchen uns auf der anderen Seite in der Nähe von Baruth/Mark wieder einen ruhigen See zum übernachten.

Curry Wurst in Berlin

Der Fernsehturm am Alexander Platz

Abendessen am See

Der letzte Zeltplatz, der Urlaub ist zu Ende.
Am nächsten Morgen radeln wir gemütlich nach Baruth/Mark zum S-Bahnhof und steigen in den Zug Richtung Dresden. Hier endet unsere Radeltour. Hätten wir 2 Tage mehr Zeit gehabt, hätten wir die Runde sicher gut geschafft.


Im Zug nach Dresden, erstmal stärken.
Das GPS zeigt 922 Gesamt-KM, das ist schon ordentlich. 8,5 Tage von 10 Urlaubstagen haben wir in Bewegung verbracht. Das macht 108 km im Durchschnitt pro Tag. Wir haben nette und hilfsbereite Menschen getroffen. Keinen einzigen Liter Trinkwasser mussten wir unterwegs kaufen. 
Und die Schmerzen an der Hinterseite spürt man mit der Zeit kaum noch und es verheilt auch alles recht schnell wieder ;-)


Freitag, 5. August 2011

Großglockner-Gipfeltour

Jaaaa.....dieses Jahr haben wir großes vor. Wir möchten den Großglockner besteigen. Leider sprechen alle Wettervorhersagen nicht unbedingt für diese Tour, doch wir lassen uns nicht abwimmeln.
Für Dienstag den 19.7. ist das beste Wetter der Woche vorhergesagt. Also machen wir uns am Montag auf den Weg zur Salmhütte (2644m). Wir starten in Heiligenblut mit Gepäck für eine Übernachtung, Klettergurt, 40m Seil und Steigeisen...und Fahrrädern.
Aufgrund eines Tipps einer netten Schweizerin, hoffen wir uns einiges an öder Lauferei zu ersparen, in dem wir ein Stück mit dem Mountain Bikes fahren. Diese Hoffnung hat sich leider recht schnell zerschlagen, denn der Weg ist dann doch zu steil oder zu unwegsam zum fahren. Wir schieben kräftig weiter unsere Räder bergauf, da wir denken, auf dem Abstieg über einen anderen Weg die Räder gut verwenden zu können.
Ungefähr 1,5 h unterhalb der Salmhütte lassen wir die Räder stehen.

Der Abend endet gemütlich im Gastraum. Einen Blick auf den Großglockner können wir leider nicht erhaschen. Er hüllt sich in dicke Wolken.

Der nächste Tag beginnt um 04:30Uhr mit einem "Thermo-Frühstück". Ich fühl mich wie erschlagen, denn irgendwie konnte ich die ganze Nacht nicht schlafen.

Morgendämmerung auf dem Weg zur Hohenwartscharte
In der beginnenden Morgendämmerung laufen wir los Richtung Hohenwartscharte. Um in die Scharte zu kommen, müssen wir über einen schönen Klettersteig gehen. Sichern brauch man sich hier noch nicht. Es sind ausreichend Tritte und Griffe vorhanden. In der Scharte bietet sich uns ein traumhafter Blick auf verwehte Gipfel und die Erzherzog-Johann-Hütte, auch bekannt als Adlersruh, auf 3454m.

Der Wind pfeift über den Grat in der Hohenwartscharte.
 Kurz nach der Scharte binden wir die Steigeisen an, denn es geht nun über den Hohenwartkees, welcher sehr abschüssig und vereist ist.

Steigeisen anziehen.
Die ersten Schritte auf dem vereisten Hohenwartkees liegen hinter uns.

Nach einiger Kletterei (die mich hier schon arg anstrengt) über loses Gestein, erreichen wir die Hütte. An diesem Punkt sind wir schon höher als wir jemals zuvor waren.

Die letzten Höhenmeter zur Aldersruhe.

Die Erzherzog-Johann-Hütte auf 3454m
Die Sonne scheint gleißend durch die dünnen Wolken, es weht ein starker und sehr eisiger Wind.

Georg und ich an der Adlersruhe.
In der Hütte ziehen wir Klettergurte an und lassen unnötiges Gepäck hier.
Kurz nach der Hütte binden wir wieder die Steigeisen an und bilden nun auch die 4er Seilschaft. Es geht eine ganze Weile über den Gletscher, immer im Zick Zack bergauf. Ich hab irgendwie voll Luftmangel und muss sehr oft anhalten um Luft zu holen. Schließlich erreichen wir das steile Gletscherstück, das Glocknerleitl. Hier ist der Schnee sehr weich und zertreten. Wir erreichen den Grat, der bis zum Gipfel führt.

In 4er Seilschaft über den Gletscher.
Sehr steil im Glocknerleitl. Die Sicht verschlechtert sich zunehmend.
Wir ziehen die Steigeisen gar nicht erst aus, sondern klettern über den mit Schnee bezuckerten und eisig verfrorenen Grat mit Steigeisen. Der Wind pfeift uns eisig um die Ohren. Ca. alle 8m sind Sicherungsstangen angebracht, um die man abwechselnd das Seil zur zusätzlichen Sicherung wickeln kann.
Der Grat ist doch recht schmal, aber ich bin voll konzentriert und spüre keinerlei Angst. Zum Glück ist nicht ganz so viel los, so dass wir nur ungefähr zweimal auf entgegenkommende Bergsteiger warten müssen.
Und eh ich mich versehe, stehen wir auf dem Kleinglockner und sehen den schmalen Grat und das Gipfelkreuz des Großglockners vor uns. So richtig nehmen wir den Kleinglockner nicht als Gipfel war. Wir kletter hintereinander einfach weiter. Der Grat ist am Anfang mit Schnee bedeckt und nur ca. 50cm breit. Anschließend geht es wieder in steile Kletterei über. Teilweise sehr ausgesetzt Stellen.

Steile Kletterei kurz vorm Gipfel.
Die letzten Schritte...
Rundumsicht 1

Atemberaubend!

Rundumsicht 2
Eh ich es richtig glauben kann, seh ich es ganz nah vor mir: das Gipfelkreuz. Wir haben es geschafft, wir sind oben. Auf 3798m, dem höchsten Berg Österreichs. 09:50Uhr stehen wir auf dem Gipfel. Ich bin glücklich, mir sitzt ein großer Klos im Hals. Leider ist am Kreuz nun doch allerhand los und wir müssen eine Weile auf unser Gipfelbild warten. Die Aussicht ist leider nicht so überragend, die Sicht hat sich zunehmend verschlechtert. Der Wind ist sehr eisig und wir machen uns zügig wieder an den Abstieg, da die Hände doch recht schnell kalt werden.

Den Abstieg meistern wir nun auch noch gut. Über den Gletscher laufen wir fröhlich und gut gestimmt. An der Adlersruhe legen wir nochmal eine Rast ein, essen etwas und machen uns dann mit allem Gepäck wieder auf zur Salmhütte.

In der Salmhütte gönnen wir uns eine größere Brotzeit und ruhen uns eine ganze Weile aus. Es ist noch zeitig am Nachmittag, somit machen wir uns auf den Weg ins Tal nach Heiligenblut.
Wir erreichen die Fahrräder und bekommen nun doch ab und an die Möglichkeit bergab zu fahren und ja, wir sind sehr froh einiges an Strecke nun auf dem Rad hinter uns zu bringen.

Gegen 18Uhr erreichen wir unsere Zelte in Heiligenblut und sind überglücklich!!
Total erledigt aber überglücklich. Was für eine Mammut-Tour. 3600hm an nur einem Tag!
Die Beine schmerzen noch arg die nächsten 2 Tage.

Als wir am nächsten Morgen aus den Zelten kriechen, sehen wir die Gipfel stark verschneit und im Tal regnet es. Wir hatten vom Wetter her alles genau richtig gemacht!
Doch nun haben wir genug von grauen Wolken, also packen wir unsere sieben Sachen und fahren an den knapp 300km entfernten Gardasee und verleben dort noch wunderschöne Tage bei herrlichstem Sommerwetter!!
Klettersteig in Arco, nähe des Gardasee.
Ausblick vom Gipfel Richtung Gardasee.
Radtour am Gardasee. Jaaa, da war Sommer!!!


Ein kurzer und ereignisreicher Urlaub geht zu Ende! Welches Abenteuer wartet als nächstes auf uns??